#projektnestbau - alles auf Anfang

Wer mich kennt und/oder mir hier schön länger folgt weiß, mit Farben hab ich es nicht so. Warum die Bezeichnung "Villa Kunterbunt" trotzdem zutrifft und wie es überhaupt dazu gekommen ist, das erzähle ich dir jetzt.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass mein Mann und ich in einer Mietwohnung lebten und ich als Grafikerin in einem Angestelltenverhältnis arbeitete. Da das Leben (zum Glück) nicht geradlinig verläuft, fand ich mich plötzlich in der Situation wieder, mich beruflich umorientieren zu müssen. Das war erst beängstigend, eröffnete mir dann aber eine Möglichkeit, die ich sonst nie in Betracht gezogen hätte: ich machte mich selbstständig!

Neben all den Vorteilen bedeutete dies jedoch auch, kein fixes Einkommen zu haben. Das zu schaukeln ist schon mal nicht einfach, aber wenn dann auch noch laufend Probleme in der Wohnung bzw. der vermietenden Firma auftauchen, muss man irgendwann handeln.

Also sind wir erstmal zu meinen Eltern gezogen. Hier haben wir (bis auf das Zimmer meines jüngsten Bruders) ein Stockwerk inklusive Bad und Wc für uns alleine. Und weil ich das Haus und vor allem den Garten so liebe, kam uns die Idee es zu übernehmen und auszubauen. Nach Terminen mit Firmen und langen Auflistungen von Fix- und Renovierungskosten stellten wir fest: viel zu teuer! - Das musste ich erstmal verdauen.

Natürlich gingen wir auch die "üblichen Ideen" Haus bauen oder kaufen durch, besichtigten sogar ein Objekt. Aber es fühlte sich einfach nicht richtig an. Auch ist Bauen nicht gerade billig und wir waren uns schnell einig, unser Geld lieber in Reisen, Hobby der Kinder etc. zu stecken. Also was nun?

Tja eine weitere Möglichkeit gab es noch, eine die ich Jahre zuvor eigentlich schon ausgeschlossen hatte: Der Hof und Grund meiner Schwiegereltern. Mein Zögern lag nie an ihnen, sondern an der Tatsache dann in einem Dorf zu wohnen. Etwas das ich mir persönlich einfach nie vorstellen hatte können. (Bitte nicht böse nehmen! Finde es einfach angenehm Ämter, Geschäfte, Restaurants und Schulen zu Fuß erreichen zu können und auch mal nicht jeden zu kennen.) Aber plötzlich dachten wir darüber nach und schnell war klar: Es ist nicht nur die finanziell beste Lösung, sondern auch eine wirklich tolle!

Wir ziehen also in ein Dorf, mit dem Auto 10 Minuten von meiner Heimatstadt entfernt, auf einen nicht mehr "aktiven" Bauernhof. Dort bauen wir die oberen Stockwerke aus und haben dadurch eine eigene Wohnung mit mehr als 200 Quadratmetern. Mit eigenem Aufgang, Balkon, teilweise einer Deckenhöhe von 4,5 Metern, einem begehbaren Kleiderschrank, Kinderzimmer, Garten (den wir komplett selbst gestalten), Natur von allen Seiten und für Finn genug Platz zum Toben.

Und zum Schluss noch das Außergewöhnlichste: Auf dem Hof leben dann nicht zwei, nicht drei, sondern vier Generationen. Also, wenn das keine Villa Kunterbunt wird! :-)

Für diesen langen Prozess einen Einstieg zu finden, war gar nicht so einfach. - Im nächsten #projektnestbau-Beitrag erzähle ich dir von der Wohnung an sich. Ich freue mich darauf! 

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