Zwischen Morgenyoga und Mental Breakdown

Meine Babypause wurde länger als ursprünglich gedacht. Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen. Aber jetzt, dieses Jahr noch, endlich, möchte ich meine Selbstständigkeit wieder aufnehmen. Und was wie ein schneller Entschluss klingt, birgt in Wirklichkeit nicht nur bürokratische Schritte, sondern auch so einige private Herausforderungen.

Kleinkind, Ehe, Haushalt, Erwerbsarbeit und Metime unter einen Hut bringen - vor dieser Aufgabe stehen wir (so oder so ähnlich) alle. Als Selbstständige habe ich den großen Vorteil mir diese Dinge, mehr oder weniger, selbst einteilen zu können. 

Kindergarten von 8.00 bis 12.00, beziehungsweise im Sommer dessen Pause, gesundheitliche Baustellen und der Mangel einer Fremdbetreuung zerteilen meine vierundzwanzig Stunden schon in recht kleine Zeitfenster. Und an manchen Tagen freue ich mich schon darüber, mal drei Minuten alleine aufs WC zu dürfen. Aber - Achtung jetzt wird's tiefsinnig - das Leben ist nicht irgendwann, also hör auf zu warten.

Falls du dich spätestens jetzt fragst, was dieser Blogbeitrag eigentlich aussagen will: Ich verrate dir etwas. Manchmal schreibe ich hier mehr für mich, als für irgendjemand sonst. Das ist also ein kleiner Mutmach-Post. Von mir. Für mich.

Was mir besonders hilft, ist mir Strukturen zu schaffen. Das kann in Form von allgemeinen To-do-Listen, über eigene Themenlisten bis hin zu Stundenpläne für die einzelnen Tage sein. Hierbei ist es immer eine Gefühlssache, wie konkret ich mich festlege. Zu wenig und ich schwimme, zu viel und es stresst zusätzlich.

In meinem Fall haben sich eigene Listen für Blog-Themen, (Tagesaufgaben für) Kundenaufträge, sowie wichtige organisatorische und bürokratische Aufgaben bewährt. Im privaten Bereich habe ich digital sowie analog meine Termine gemanagt, schreibe Haushalts- und Einkaufslisten.

Natürlich kommt, wie anfangs erwähnt, gerne mal das Leben dazwischen. Dann ist das Kind krank, der eigene Körper will nicht so wie er sollte, der PC streikt,...you name it. Gerne würde ich dir jetzt erzählen, dass ich damit locker und flexibel umgehen kann, aber Pustekuchen. Meistens wirft es mich ganz schön aus der Bahn. Und dann - nach einer "wie soll ich das nur schaffen"-Phase - geht es weiter, es wird umorganisiert und irgendwie geht es dann doch. 

Und falls sich der seltene Fall eines unerwartet, spontan eröffneten und unverplanten Zeitfensters ergeben sollte: Hüpfe ich über den vollen Wäschekorb, schmeiße die Listen auf den Tisch und genieße zehn Minuten Morgenyoga, acht Minuten sinnloses Instagram-Gescrolle, vier Minuten aus dem Fenster blicken - oder auch einfach mal drei Minuten alleine am WC. ;-)

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