Die Sache mit den Weihnachtsgeschenken

Mein Herz schlägt irgendwo zwischen "Uns geht es so gut, wir haben doch alles. Und dann ist da ja auch noch die Umwelt, an die wir denken sollten." und "4m hoher Christbaum und ein Berg Geschenke eingehüllt in glitzerndes Geschenkpapier bitte!". - Aber darf man das heutzutage noch? Und wenn ja, wie? Ich habe mir ein paar Gedanken zur schönsten Zeit im Jahr gemacht und darüber, warum ich absolut für Geschenke bin. Nur eben anders.

Ich liebe es zu schenken und - ja - auch beschenkt zu werden. Doch eins vorneweg: Es müssen keine Berge an Päckchen aller Netflix-Weihnachtsfilm sein. Aber der Gedanke des Schenkens ist für mich auch ein ganz anderer. Er lautet (oder sollte lauten): Ich habe an dich gedacht. Daran was dir Freude bereiten könnte. Ich habe mir Zeit genommen und es mit Liebe ausgesucht.

Bei 50 Geschenken, wird das natürlich etwas schwer, vor allem, da diese Art des (Achtung: Modewort!) achtsamen Schenkens Zeit braucht. Daher habe ich ein paar schöne Ideen zusammen getragen:

Eins für dich - eins für mich

Jeder überlegt sich eine Sache, die er sich wünscht. (Wer sich lieber überraschen lässt, wählt beispielsweise eine Auswahl von drei Dingen.) Alle anderen können ihn nun zu Weihnachten gemeinsam beschenken.

Weihnachtswichteln

Hier ist das Konzept wahrscheinlich klar: Alle Namen werden auf Zettel geschrieben. Im Anschluss wird gezogen. Jeder beschenkt die Person, dessen Name auf seinem Zettel steht.

Geschenke angeln

Überlege dir, was dir und allen anderen Freude bereiten würde. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Brettspiel, dass gleich nach der Bescherung gemeinsam gespielt werden kann, oder einer schönen Tasse? (Wenn das etwas ist, dass jedem gefällt)

Schön verpacken (ohne Namen!) und unter den Baum legen. Jeder darf sich nun "blind" ein Päckchen aussuchen und überraschen lassen, von wem und womit er beschenkt wird. 

Gutscheine....wirklich?

Absolut! Aber statt von Douglas und Co, von dir! Ein gemeinsamer Koch-Abend, Babysitten,... was zu deinen Lieben und ihrem Leben passt. Zusätzlich sorgt das nicht für Vorweihnachtlichen-Stress, sondern kann ganz entspannt im neuen Jahr gemacht werden. Geht dein Geschenk wie beim "angeln" an Unbekannt, musst du es Allgemein halten. Weißt du wen du beschenkst, kannst du individueller werden.

Bei all diesen Ideen kann man sich im Vorfeld gemeinsam ein Budget überlegen. Außer bei Aktivitäten, da ist die gemeinsame Zeit natürlich unbezahlbar. ;-)

Noch eine kleine Idee am Rande:

Statt Geschenkpapier, gibt es ebenso hübsche Boxen oder Stofftaschen, die jedes Jahr wiederverwendet werden können. Für die Geschenke meines kleinen Sohns habe ich ein paar weihnachtliche Samtbeutel gekauft. (Finn wird vom Christkind "ganz normal" beschenkt.) Und für zukünftige  Weihnachten, möchte ich unsere alte Bettwäsche mit roten Sternen zu Täschchen in unterschiedlichen Größen umnähen. Das werden wahrscheinlich so viele, dass ich die Sackerl selbst als Geschenk verteilen kann. :-)

Für mich, als Erwachsene, besteht der Zauber von Weihnachten darin, innezuhalten. An seine Lieben zu denken und sich Zeit zu nehmen. Etwas für ihn/sie  auszuwählen, womit man wirklich eine Freude machen möchte. Wenn es die Zeit zulässt, gerne auch selbstgemacht. Aber auch ein gekauftes Geschenk, mit Sorgfalt ausgesucht, ist nicht schlechter. Dann ist es auch nicht wichtig, ob es nun wirklich 100% den Geschmack trifft.

Weil du das wichtigste schon hast: Menschen die an dich denken.

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